M112 V6 Technikckeck

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Gasbetrieb mit dem M112

Heute in der Zeit, in der viele Leute nach einer Alternative zu dem Normalen "Ottokraftstoff" suchen, ist natürlich eine Geldsparende Möglichkeit die Nachrüstung einer Gasanlage. Ich werde hier keinem eine Empfehlung geben eine Umrüstung machen zu lassen oder auch nicht. Das obliegt jedem selbst. Ich zeige hier nur was leicht passieren kann wenn man einen Motor wie den M112 mit einer Aluminium-Silizium-Zylinderlaufbahn auf Gasbetrieb umrüstet, und es zu einer folge mehrerer Punkte sowie Inkompetenz beim Umrüster selbst gekommen ist.

In folgendem Teil werde ich den Schadensbericht zu dem Motor mit Bildern zeigen. Dieser Teil der Internetseite ist lediglich eine Information zu einem "kannverlauf" bei Gasbetrieb.

Der Motor der C-Klasse mit dem M112 in folgendem Bericht wurde mit einer Gasanlage (sequentiell) von der Firma Vialle ausgestattet. Während dem Gasbetrieb kam es zu einem kapitalen Motorschaden. Die Schadensursachen sind folgende Hauptpunkte, zu denen folgend noch Stellung im einzelnen bezogen wird.

  • 1. Hauptursache ist ein eindeutig erkennbarer Schaden durch Übertemperatur
  • 2. Die Gemischbildung war nicht optimal abgestimmt, und hat somit mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit nicht dem optimalen stöchiometrischen Verbrennungsverhältnissen entsprochen (14,7:1)
  • 3. Ablagerungen an den Steuerelementen im Motor haben sich mehrfach gelöst und zu mechanischen Materialänderungen/Abtragungen geführt

Zu Punkt 1:

Die Auslassventile und die Brennraumwandungen weisen eine starke Verfärbung auf, die auf zu hohe Arbeitstemperaturen hinweisen, die sich im weiteren Verlauf stark auf den Motor ausgewirkt haben. Die Aluminium-Silizium beschichteten Zylinderlaufbahnen weisen starke Einkerbungen/Riefen auf, die auf ein Reißen des Schmierfilms zurückzuführen sind. Auf dem folgenden Bild sieht man sehr deutlich unten links die starken Einkerbungen/Riefen >0,25mm.

Zu Punkt 2. und 3.:

Auf noch vorherigem Bild sieht man sehr deutlich am Kolben die Spuren durch die Materialabtragungen von den Steuerelementen. Die Ablagerungen haben sich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit durch die Übertemperatur gelöst und somit zu einem mechanischen einwirken an den Motorteilen geführt.

Auf folgendem Bild sieht man eindeutig an dem Auslassventil die Materialauslösungen, die durch Übertemperatur hervorgerufen wurden, was sich durch die extrem helle Farbenbildung der Ablagerungen bestätigt. Somit ist ein glühen der Auslassventile unvermeidlich gewesen.

Ein weiterer Indikator für die nicht korrekt eingestellte Gemischbildung ist an den Aluminium-Zylinderköpfen die hellbraune/graue Färbung an den Stellen ohne die Kohlenstoffverbrennungsrückstände im Brennraum.

Abschließende Stellungnahme zu einer eventuellen Instandsetzung

Bei dem M112 Motor handelt es sich um einen V6 Motor mit Aluminium-Silizium beschichteten Zylinderlaufbahnen. Eine Instandsetzung durch Hohnen ist bei diesem Ausmaß des Motorschadens nicht mehr möglich. Die weitere Möglichkeit des Feinschleifens mit Arkansas Setzsteinen gemäß DC ist ebenfalls nicht mehr realisierbar, da die maximal zulässige Reparaturstufe durch DC auf 0,25mm begrenzt ist. Somit wäre nach diesem Reparaturverfahren >0,25mm eine ausreichend starke, haltbare Beschichtung nicht mehr gegeben.

Der Motor ist einem vollständig kapitalen Motorschaden zuzuordnen.

 

Ich zeige hier wie gesagt nur das mögliche Ausmaß von solch einem Motorschaden, der durch Autogas hervorgerufen wurde. Ich werde keine Fragen beantworten ob es sinnvoll ist den M112 mit einer Gasanlage auszustatten oder nicht, darüber streiten sich die Ingenieure selbst intern, und somit obliegt diese Entscheidung jedem Fahrer selbst wozu er sich entscheidet :-)

Falls jemand der Leser hier mit Autogas ebenfalls schon Probleme hatte, würde ich mich über eine kurze E-Mail freuen :-)

 

 

 


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Stand: 03. Juni 2010.