M112 V6 Technikckeck

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Die Gusshaut, und wie man sie entfernt

Hierzu solltet ihr euch vor dem Arbeitsbeginn folgendes besorgen:

  • einen starken Staubsauger
  • eine mini Handbohrmaschine (ähnlich Dremel z.b.)
  • eine 3,5mm starke Schweißelektrode oder etwas vergleichbares
  • ca. 0,5-1L Motoröl, (15W40 reicht hier völlig aus, da es nur zum spülen benutzt wird)
  • einen kleine Fräser für die mini Bohrmaschine mit 3-3,5mm Durchmesser
  • einen Metallbohrer (HSS) mit 3mm Durchmesser

Es ist sehr hilfreich wenn man dazu eine zweite Person mit dabei hat

Als erstes das Motoröl ablassen und das Auffanggefäß mit der entfernten Ablassschraube von der Ölwanne so stehen lassen

Jetzt schneidet man ein stück von der Elektrode oder dem Draht ab, welches eine Länge von ca. 3-4cm haben sollte. Danach heftet man das Stück Draht an den Fräser und glättet die Heftstelle. Nun den Staubsauger zur Hand nehmen (am besten die zweite Person) und so nahe es geht an dem Kanal, wie im Punkt Gusshaut zu sehen, saugen. Jetzt nimmt man den zuvor verlängerten Fräser und fräst eine ca. 5mm Durchmesser große Öffnung in die Gusshaut rein. Sollte die Gusshaut komplett geschlossen sein, ist es hier einfacher vorher mit einem 3mm Bohrer vorzubohren.

Jetzt kommt das 15W40 zum Einsatz, welches ihr dazu verwendet, die Späne vom Bohren aus dem Kanal auszuspülen. Dafür ist es wichtig gewesen das ihr das Auffanggefäß beim Öl ablassen stehen gelassen habt.

Nach dem Spülen alles wieder zusammensetzen, die Ablassschraube wieder reindrehen und neues Motoröl auffüllen.

Eine weitere Möglichkeit, wenn keine Gusshaut vorhanden ist, oder ihr sie entfernt habt und es immer noch nicht abläuft, ist das ein Kanal im Abschlussdeckel verstopft ist.

Eine Möglichkeit einen verstopften Kanal im Abschlussdeckel freizubekommen ist folgende. Nach dem entfernen der Ablassschraube kann man versuchen mit einer dichtenden Auflage auf dem Ölkanal am Zylinderkopf mit Benzin/Biodiesel und Druckluft den Kanal freizubekommen.

Hierzu ist wichtig das man den Druckminderer am Kompressor auf max. 5bar einstellt. Den Kanal dann mit der o.g. Flüssigkeit vollkippen und dann langsam den Druck in dem Kanal erhöhen. Diese Methode kann auch etwas langwieriger sein, je nach Hartnäckigkeit der Verschmutzungen. Es kann sein das man öfter während dessen auch Flüssigkeit nachfüllen muss, wenn diese langsam bei dem Vorgang ablaufen sollte. Wenn der Kanal dann frei geworden ist, sollte man dies erkennen, indem schlagartig die Flüssigkeit aus der vorher geöffneten Ablassschraube rauskommt. Hiernach alles noch ein wenig weiterspülen und dann wieder alles zusammensetzen.

Hat bei vielen M112 Fahrern die dieses Problem auch schon hatten funktioniert und im schnitt 30-40 min. gedauert. (rein der Spülvorgang)

 

Wenn ihr z.b. die Ventilschaftdichtungen erneuern wollt, oder noch andere Arbeiten erledigen möchtet, bei denen ihr sowieso den Zylinderkopf demontieren müsst, dann ist es ohne die oben beschriebene Arbeit noch einfacher zu realisieren die Gusshaut zu entfernen. Dazu nehmt ihr einfach an dem demontierten Zylinderkopf einen 5mm Durchschlag und durchstößt die Gusshaut damit. Den Zylinderkopf hierbei aber auf eine weiche Holzunterlage oder ähnlich legen, um die Dichtfläche nicht zu beschädigen.

Sollte bei dem Spülvorgang für die Spänereste das Öl nicht oder sehr langsam nur ablaufen, so besteht die Möglichkeit das das Ölsiphon in eurem Abschlussdeckel ebenfalls stark verkokt ist. Wenn dann die oben genannte Methode zum freibekommen des Kanals nicht funktioniert gibt es nur eine Möglichkeit. Dafür muss aber das Getriebe demontiert werden, um an den Deckel zum Kurbelwellengehäuse ranzukommen. Dieser liegt hinter dem Schwungrad und muss für diese Reinigung demontiert werden. Dafür wird ein neuer Kurbelwellendichtring und auch ein Flächendichtmittel wie z.b. Loctite5920 benötigt. Dieser Deckel und die Gegenfläche müssen dann ordentlich gereinigt werden, sowie alle Bohrungen und Kanäle am Motorblock, die ihr nach der Demontage des Deckels sehen könnt.

Ein Bild von dem betroffenen Kanal mit der möglichen Gusshaut im Zylinderkopf findet ihr in der Bildergalerie

 


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Stand: 04. Juni 2010.